Arne Joswig, Vorstand des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), hat sich für neue Wege in der politischen Kommunikation des Branchenverbands ausgesprochen. Man wolle sich vor Ort in Berlin noch massiver artikulieren, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit auf einer Verbandstagung in Nürnberg. Er verwies unter anderem auf die Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt zur Öffnung der Verkaufsräume am 18. März 2020 in Berlin.
Als weiteres Positiv-Beispiel hob Joswig die Interview-Reihe des ZDK zur Bundestagswahl hervor: "Wir müssen unsere Sicht der Dinge viel klarer darstellen, deshalb haben wir im Hauptstadtbüro mit Leiter Dr. Christoph Konrad namhafte Politikerinnen und Politiker zu unseren Fragen per Video aufgezeichnet." ZDK-Pressesprecher Ulrich Köster erläuterte in diesem Zusammenhang die Aktivitäten zur Bundestagswahl über Social Media und zeigte die Reichweite bei Facebook, Twitter, Instagram und YouTube auf. An die neue Bundesregierung stellt das Kfz-Gewerbe nachstehende Forderungen:
Die Ausschusssitzung fand am Dienstag bei der Nürnberger Versicherung statt. Grit Sonntag und Bernhard Heusel, die "Autohaus-Macher" der Gruppe, fungierten als großzügige Gastgeber, wofür sich Joswig im Namen des gesamten Forums mit einem nordischen Geschenk herzlich bedankte.
Impulse für Super E10 und E-Mobilität
Auf der Tagungsagenda standen vergangene und zukünftige ZDK-Kampagnen und -Projekte. Die klassische Jahrespressekonferenz für das Wirtschaftsjahr 2020 fand am 17. Februar 2020 statt – digital. In der vergangenen Woche brachten der Dachverband auf der "Automechanika Digital plus" eine E10-Initiative für höheren Biokraftstoff-Anteil auf den Weg. "Mit der Kampagne wollen wir erreichen, dass möglichst alle Fahrzeuge, die 'E10 verträglich' sind, auch tatsächlich mit diesem Kraftstoff getankt werden und so positive Effekte für den Klimaschutz kurzfristig erzielt werden", erklärte Werner Steber, Geschäftsführer der Abteilung Werkstätten und Technik. Dazu hat der Verband einen Flyer aufgelegt, der über www.kfz-meister-shop.de bezogen werden und dem Kunden ins Fahrzeug gelegt werden kann. Ein Feld für den Firmenstempel ist auf der Rückseite vorgesehen.
Ebenfalls in Frankfurt präsentierten ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk die neue Initiative "eCar-Service". Mit dem neuen Zusatzzeichen zum Kfz-Meister-Schild können Betriebe nun auch ihren Kunden zeigen, dass sie über gut qualifiziertes Personal und alle nötige Werkstattausrüstung für Arbeiten an E-Autos verfügen. Wie berichtet, muss mindestens eine fachkundige Person (FHV nach DGUV-Information 209-093) und die Notwendige Werkstattausrüstung verfügen. Außerdem muss es einen Ladepunkt mit einer Ladeleistung von mindestens elf kW sowie eine geeignete Abstellfläche für beschädigte Hochvolt-Fahrzeuge geben. Das Zusatzzeichen kann in Kürze unter www.kfz-meister-shop.de bezogen werden.
Anlässlich der Automechanika fanden ferner diverse Workshops zu den Themen Wasserstoff, technologieoffener Klimaschutz, papierlose Werkstatt u.a. statt. Alle ZDK-Veranstaltungen sind für Interessenten unter https://fabucar.de/automechanika021/ abrufbar.
Weitere Kampagnen
Im Anschluss wurde den Tagungsteilnehmern die Licht-Test-Kampagne 2021 präsentiert. Weiter: Der Blaue Kalligraph wird auch im nächsten Jahr fortgeführt. Ausgezeichnet werden dabei starke PR-Aktivitäten der Kfz-Innungen. Bewerbungsfrist ist der 31. Mai 2022. Ein weiterer Ausblick galt den PR-Roadshows 2022, den PR-Online-Seminaren, vor allem für Pressesprecher, dem Website-Relaunch, der Newsletter-Software (ProMotor), den Neuigkeiten zum Kfz-Meister-Shop sowie besonderen Anmerkungen zu den Kfz-Schiedsstellen. Die Eingabe der Schiedsanträge läuft über das DAT-Portal. Jede Anfrage ist künftig einzeln in das Formular einzutragen. Joswig bedankte sich final bei allen Teilnehmern für ein gutes Get-together in Nürnberg.