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Kriselnder Autozulieferer: Brose verkauft E-Bike-Geschäft an Yamaha

31.03.2025 09:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Die Boom-Zeiten der E-Bikes sind offenbar vorüber. Brose trennt sich nach zehn Jahren von seinem Geschäft mit E-Bike-Motoren.
© Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk

Der Autozulieferer Brose wollte am Boom der Elektroräder teilhaben. Doch derzeit sind die Zeiten sowohl in der Auto- als auch in der Fahrradindustrie schlecht.

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Der Autozulieferer Brose beendet nach gut einem Jahrzehnt seinen Ausflug in die Fahrradindustrie und verkauft sein Geschäft mit E-Bike-Motoren an Yamaha. Die 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Berlin tätig und werden von dem japanischen Konzern übernommen, wie das Bamberger Unternehmen mitteilte. Yamaha plant demnach den Aufbau einer eigenen Entwicklungsbasis in Europa. Den Verkaufspreis nannte Brose auf Nachfrage nicht. Das Bamberger Unternehmen will sich demnach wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Zuerst hatte der "Fränkische Tag" berichtet. 

Yamaha will in Europa aufschließen

Die Brose-Fahrradmotoren werden hauptsächlich in Elektro-Mountainbikes verbaut. Der Autozulieferer hatte seinen ersten Elektroradmotor 2014 vorgestellt. Brose nennt auch keine Produktionszahlen, doch nach einer in mehreren Fachmedien zitierten Marktanalyse schätzte der Gründer des Prüfinstituts Velotech.de den Brose-Marktanteil bei E-Bike-Motoren in Europa Ende vergangenen Jahres auf sieben Prozent. Das wäre demnach Rang vier hinter dem Marktführer Bosch, dem japanischen Fahrradkomponentenhersteller Shimano und dem chinesischen Unternehmen Bafang. Yamaha lag demnach noch hinter Brose auf dem fünften Platz. Damit will sich der hauptsächlich als Hersteller von Motorrädern und Musikinstrumenten bekannte japanische Konzern offenkundig nicht zufrieden geben.

Brose in schwieriger Lage – Fahrradindustrie ebenso

Brose ist wie viele Autozulieferer in wirtschaftlich schwieriger Lage. Im Dezember hatte das Familienunternehmen publik gemacht, dass es für 2024 einen Verlust von 53 Millionen Euro erwartet. Bis Ende dieses Jahres sollen demnach in Deutschland 700 Stellen gestrichen werden. Vom Verkauf der Fahrradmotorproduktion war im Dezember noch nicht die Rede gewesen.

Abgesehen davon sind auch in der Fahrradindustrie die Jahre des coronabedingten Booms vorüber. Nach Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands brach die Produktionszahl der deutschen E-Bike-Hersteller 2024 um knapp 15 Prozent auf gute 1,3 Millionen Elektroräder ein.

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