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Absatz und Gewinn: BMW erhöht Ziele für 2010

13.07.2010 17:30 Uhr
Absatz und Gewinn: BMW erhöht Ziele für 2010
BMW die Verkaufszahl 2010 um rund zehn Prozent auf mehr als 1,4 Millionen Autos steigern.
© Foto: Jörg Koch/ ddp

Gestern Kurzarbeit, heute Arbeitszeitverlängerung: Der Autobauer BMW hat sich schneller als erwartet von dem Krisenjahr 2009 erholt. Nun hob der Konzern die Prognosen für das Jahr 2010 an.

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BMW hat sein Gewinn- und Verkaufsziel für das laufende Jahr dank der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Oberklasse-Autos höher gesteckt und damit für Jubel an der Börse gesorgt. Im Gesamtjahr will BMW nun mehr als 1,4 Millionen Autos verkaufen - rund zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bislang war BMW von mehr als 1,3 Millionen verkaufter Autos seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce für 2010 ausgegangen.

Die Situation auf den Automobilmärkten habe sich deutlich verbessert, teilte BMW am Dienstag in München mit. Mit dem Betriebsrat verhandelt der Autobauer nach Angaben eines Sprechers bereits über eine Ausdehnung der Arbeitszeiten in den deutschen Werken, um die Bestellungen rasch abzuarbeiten.  

In der Auto-Sparte erwartet BMW nach einem starken ersten Halbjahr mit einem Absatzplus von 13 Prozent nun eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von mehr als fünf Prozent im Gesamtjahr. Zuvor war BMW bei dieser Kennziffer von einem niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. An der Börse sorgte die Nachricht für einen Freudensprung: Die Aktie kletterte unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen um mehr als sechs Prozent auf 41,35 Euro und setzte sich damit an die Spitze des Deutschen Aktienindex DAX.

Steigende Nachfrage in China

BMW profitiert wie auch die Konkurrenten Audi und Daimler von einer unerwartet raschen Belebung auf den internationalen Automärkten. Im Juni hatten alle drei Hersteller deutliche Absatzzuwächse eingefahren. Besonders in China brummt das Geschäft. Dort kommt BMW mit der Produktion vor Ort nicht mehr nach und will deshalb 10.000 Autos aus München ausführen, wie Personalvorstand Harald Krüger der "Financial Times Deutschland" (Dienstag) sagte. 

Zudem wolle BMW mit den Betriebsräten längere Arbeitszeiten vereinbaren. "Eine steigende Nachfrage in China führt auch dazu, dass die Werke in Deutschland und den USA gut ausgelastet sind." Im vergangenen Jahr hatte BMW noch große Teile der Belegschaft in Kurzarbeit schicken müssen, weil die Werke nicht ausgelastet waren. Insgesamt war der Absatz 2009 um elf Prozent auf 1,06 Millionen Autos gesunken. Der Heimatmarkt Deutschland ist allerdings immer noch nicht in Fahrt gekommen: Im Gegensatz zum Auslandsgeschäft ging der Absatz bei BMW in Deutschland im ersten Halbjahr leicht um ein Prozent zurück. (dpa)

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