150 Jahre TÜV SÜD: Vom Dampfkessel zu neuen Dienstleistungen
Nach der Explosion des Kessels in der Mannheimer Aktienbrauerei wurde 1866 die erste Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln mit Sitz in Mannheim gegründet. Aus dieser freiwilligen Organisation hat sich in 150 Jahren der Prüfkonzern TÜV SÜD entwickelt, der heute mit über 22.000 Mitarbeitern in vielen Geschäftsfeldern weltweit aktiv ist. Ein Interview mit Klemens Schmiederer, Mitglied des Vorstandes der TÜV SÜD AG.
AH: Herr Schmiederer, 150 Jahre sind ein stolzes Jubiläum, das auch die Frage nach den Wurzeln des Unternehmens aufwirft.
Klemens Schmiederer: Die Unternehmensgeschichte begann vor 150 Jahren mit der Gründung des Dampfkessel-Revisions-Vereins Baden in Mannheim. Damals hat sich die Industrie selbst auferlegt, Menschen und Umwelt vor negativen Auswirkungen der relativ neuen Dampfmaschinentechnik zu schützen. Es war damals eine gute Entscheidung, mit der Überwachung eine dritte unabhängige und neutrale Partei zu beauftragen. Das schafft Vertrauen in Technik und dafür stehen wir auch heute noch.
AH: Heute wird der Name TÜV ja vor allem mit der periodischen Fahrzeugprüfung in Verbindung gebracht ...
K. Schmiederer: Was mit der Dampfmaschine begann, hat sich knapp 40 Jahre später beim Kraftfahrzeug wiederholt. Als sich die Mobilität langsam ausgebreitet hat, mussten zunächst normierte Regeln…
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