Klimagasemissionen erneut gestiegen
Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Zahlen der ausgestoßenen Klimagasemissionen für das Jahr 2016 veröffentlicht: 909 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente wurden im vorletzten Jahr in Deutschland emittiert, 2,6 Millionen Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Besonders der Verkehr trägt zum Anstieg der Emissionen bei, rund 167 Millionen Tonnen sind auf diesen zurückzuführen. Allein auf den Straßen wurden etwa 96 Prozent dieser Ausstöße produziert, ein Plus von 3,7 Millionen Tonnen und sogar mehr als im Jahr 1990. Als Grund für die großen Emissionsmengen nennt das Umweltbundesamt die stetig wachsende Zahl an transportierten Gütern auf der Straße sowie den Trend zu immer größeren Autos. Auch die Emissionsziele für 2020 seien zu unambitioniert. (sp-x)
Bericht: Lange Wartezeiten bei E-Autos
Die Autohersteller können die steigende Nachfrage nach E-Fahrzeugen nicht bedienen. Der VW E-Golf beispielsweise ist für das laufende Jahr bereits ausverkauft, wie das Magazin „Edison“ berichtet. Obwohl Volkswagen die Produktion in der Gläsernen Manufaktur in Kürze auf 70 Autos pro Tag verdoppeln will, beträgt die Lieferzeit aktuell elf Monate. Ähnlich lange dauert es dem Bericht zufolge bei den Modellen Hyundai Ioniq Elektro, Smart Fortwo ED und Smart Forfour ED. Immerhin sieben bis acht Monate Lieferzeit benötigen Renault Zoe, Nissan Leaf, Citroen C-Zero und Peugeot Ion. Vergleichsweise schnell geht es beim BMW i3 mit bis zu vier Monate und bei den Tesla-Modellen S und X, die nach drei Monaten beim Kunden sind. (Holger Holzer/SP-X)
US-Autos verbrauchen weniger
Die Neuwagen in den USA werden sparsamer. Im vergangenen Jahr stießen sie nach Zahlen der Umweltagentur EPA im Mittel umgerechnet 220 Gramm CO2 pro Kilometer aus, rund vier Gramm weniger als im Jahr zuvor. Umgerechnet in Benzinverbrauch entspricht das einem Wert von 9,3 Litern pro 100 Kilometern. Zum Vergleich: In der EU betrugen die durchschnittlichen CO2-Emissionen zuletzt (2016) 118,1 Gramm. Allerdings ermittelt die EPA die Normverbrauchswerte nach einem anderen Modus, der als besonders realitätsnah gilt. Unter den Herstellern hat Honda mit knapp 8 Litern den geringsten Flottenverbrauch. Es folgen Mazda und Hyundai. (sp-x)
Studie: Der E-Bus kommt
Die deutschen Städte setzen auf den elektrisch angetriebenen Bus. In den nächsten knapp anderthalb Jahrzehnten wollen die Kommunen mehr als 800 Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb anschaffen, wie die Beratungsgesellschaft PWC ermittelt hat. Allein für 2018 haben die städtischen Verkehrsbetriebe 162 neue E-Busse angekündigt, was einer Verdopplung des Bestands in Deutschland entspricht. Bis 2031 soll die Zahl nach aktuellem Stand auf 821 Fahrzeuge steigen, zahlreiche Ausschreibungen stehen aber bislang noch aus, weshalb die Experten mit einer noch größeren Zahl rechnen. Besonders ambitioniert ist die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden, die 225 reine E-Busse bestellt hat, Nürnberg folgt mit 161 Fahrzeugen, Darmstadt rangiert mit 82 Bussen bundesweit auf Rang drei. (sp-x)
Bosch erweitert E-Roller-Flotte
Die Bosch-Tochter Coup erweitert die Flotte ihrer Elektro-Roller und expandiert mit ihremn Angebot zum Teilen nach Madrid. Ab diesem Sommer werde der Sharing-Dienst auch in der spanischen Metropole verfügbar sein, kündigte das Unternehmen am Montag an. Die Elektro-Scooter sollen dann auch dort den Verkehr in der Innenstadt entlasten und eine Alternative zum eigenen Fahrzeug bieten. Bislang unterhält Coup Flotten in Berlin und Paris. (dpa)