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HB ohne Filter vom 14. Mai 2010

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Datum:
14.05.2010

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Heute zu den Themen: Die Lage bei Ford, Jutta Sein und der VDIK, Zum Tode von Otto Hahn, Toyota-Partnertagung.

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10. Mai – Montag

Die Lage bei Ford. Mein Ford-Kommentar in "HB ohne Filter" vom 30. April führte zu beachtlichen, wenn auch kontroversen Reaktionen. Lassen sie mich daher meine Darstellung präzisieren. Ford-Chef Alan Mulally nahm 2006 bei Ford seine Sanierungstätigkeit auf. Er setzte von Dearborn aus auf das Motto: "One Ford, one Team"! Der heutige Linde-Manager und Ex-BMW-Vorstand Dr. Wolfgang Reitzle wollte die Premium-Automotive-Group mit Fords Luxus-Töchtern Land Rover, Jaguar, Aston Martin und Volvo in ungeahnte Dimensionen führen. Doch die dahinterstehenden Hersteller verdienten weder Geld, noch gelang es auch nur annähernd, die prognostizierten Einheiten zu erreichen. Jaguar und Land Rover verkaufte Mulally an Tata Motors in Indien, Aston Martin an Privatinvestoren und Volvo an den chinesischen Autobauer Geely.

Rechtzeitig vor dem Einbruch der "Big Three" in Amerika mit derem Höhepunkt im Januar 2009 sicherte sich Mulally ein Banken-Darlehen in Höhe von 24 Milliarden Dollar. Selbst das blaue Ford-Markenemblem versetzte er als letzte Sicherheit. Dieses hohe Wagnis war zugleich die eigentliche Weichenstellung für den heutigen Erfolg. Oder anders: So hat Ford als einziger der US-Autokonzerne die Krise ohne Staatshilfe überstanden. Ford setzt nunmehr seine Zukunftshoffnungen auf die Modelle Fiesta und Focus. Der Focus ist zugleich das erste Auto des Konzerns, das weltweit offeriert werden soll. Dennoch, auf dem amerikanischen Markt verdient Ford derzeit mit den großen Pick-ups am meisten Geld. Vom Januar 2010 bis Ende April erwirtschaftete Ford einen Gewinn von zwei Milliarden Dollar. Das ist zugleich das beste Ergebnis seit sechs Jahren.

Jetzt kommt das Aber! Ford sitzt nach wie vor auf 34 Milliarden Dollar Schulden. Und das wird immer unter den Teppich gekehrt. Darüber spricht keiner. Das ist aber zugleich der Hintergrund, weshalb jegliche Restwertverluste im Leasinggeschäft geleugnet werden. Woher sollte man die Gelder für die Unterstützung nehmen? Weiter: Selbst wenn der Cash-Flow künftig pro Jahr drei Milliarden Dollar ausmachte, so brauchte Ford zur Rückzahlung der 34 Milliarden-Schulden einen verdammt langen Atem. Die Zinsen schlucken hier manche Innovation! Ford ist da strukturell noch für längere Zeit nicht über dem Berg!

11. Mai – Dienstag

Jutta Sein und der VDIK. Am 2. Juni 2010 steht die Neuwahl für das Amt des VDIK-Präsidenten an. Wer oder was steht hinter dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller? Ursprünglich war dieser Verband bis 1952 im ZDK integriert. Seit 58 Jahren ist er nunmehr eigenständig. Sein Ursprungsname lautete bis vor wenigen Jahren "Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen". Und genau darin liegt auch die Grundsatzfrage, ob dieser Verein mit seinen 32 Mitgliedern überhaupt noch eine Daseinsberechtigung hat? Der Import von Fahrzeugen wurde ursächlich von privaten Importeuren betrieben. Der letzte Privatimporteur ist die Emil Frey-Gruppe (Hyundai, Subaru). Es hat sich damit der grundsätzliche Charakter und damit die eigentliche Aufgabenstellung geändert.

Die Importeure erwirtschaften einen Umsatz von jährlich 18,5 Milliarden Euro. Sie beschäftigen in Summe 4.930 Mitarbeiter. So die aktuellsten Zahlen aus dem VDIK-Internet-Report, Jahrgang 2006 (!). Der klassische Aufgabenbereich des VDIK definiert sich in der Interessensvertretung der Mitglieder gegenüber Gesetzgeber, Behörden und anderen öffentlichen und privaten Institutionen. Verfolgt man dazu die zugehörigen Aktivitäten der VDIK-Pressemitteilungen aus dem Jahre 2010, dann trifft man dort auf die AMI, die "AMI-Spritsparstunde" mit Bundesumweltminister Röttgen als Schirmherr, auf monatliche Pkw-Marktdaten und immerhin auf die Feststellung, dass die nationale Einführung von Effizienzklassen bei der Energieverbrauchskennzeichnung nicht zumutbar sei. Nicht zu vergessen, dass der nach zwanzig Jahren immer noch amtierende VDIK-Präsident und ehemalige SPD-Senator aus Hamburg, Volker Lange, letzte Woche zum Elektrogipfel in Berlin bereits mit einem Elektromobil gefahren ist. Und mit welchem Auto fuhr er zurück?

Als neulich im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum von Subaru in Leipzig der VDIK-Präsident Volker Lange auf seinen VDIK-Vizepräsidenten Jens Becker, Geschäftsführer von Subaru Deutschland, eine Laudatio hielt, fragte ein Subaru-Händler, ob der Jens Becker denn das Automobil erfunden habe? Tatsache ist, dass der VDIK-Vizepräsident der "Controller" des VDIK-Präsidenten ist. Lange möchte in der Tat am 2. Juni 2010 nach 20 Jahren Präsidentenamt weiter dort verharren. Entsprechend werden in diesem "Männer-Club" bereits die Netze gezurrt.

Jetzt hat eine Frau, Jutta Sein, den Mut und hält dagegen. Sie warf heute ihre Bewerbung für das VDIK-Amt als künftige Präsidentin in den Ring. Jutta Sein ist die langjährige Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit von Subaru Deutschland und damit Beckers rechte Hand. Dieser legt bekanntlich sehr großen Wert auf persönliche Öffentlichkeitsarbeit. Ein Tag später kommt prompt dessen Distanzierung zu Seins Bewerbung. Die kluge Beobachterin Sein wird wissen, weshalb sie sich um dieses Amt in der Männerdomäne VDIK bewirbt. Um überhaupt eine Chance zu haben, bräuchte sie die Nominierungsempfehlung durch einen der 32 Mitglieder. Und wer wirft da schon mutig seinen Hut für sie in den Ring? Jutta Sein wüsste zumindest, im VDIK einmal die Fenster ganz weit zu öffnen, um für den notwendigen Durchzug zu sorgen. Sie würde aufräumen und sehr solide, wirkungsvolle Zeichen setzen! Möglicherweise bewirkt ihre Bewerbung, dass die VDIK-Mitglieder aufhorchen und für die personelle wie inhaltliche Ausrichtung neue Wege gehen werden.

12. Mai – Mittwoch

Zum Tode von Otto Hahn. Heute, in den frühen Morgenstunden, starb nach einem langen Leidensweg ein Mann aus der ersten Reihe des Deutschen Kfz-Gewerbes: Otto Hahn. Er war VW-, Audi- und mit ganzem Herzen Porsche-Händler in und weit um Stuttgart herum. Sein Unternehmerherz hatte vielschichtig größte Dimension. Ich hatte an dieser Stelle anlässlich seines 65. Geburtstages am 28. März 2010 eben diese unternehmerische und verbandspolitische Seite gewürdigt. Die nachfolgenden Zeilen seien dem großartigen Menschen Otto Hahn gewidmet.

Otto Hahn war nicht nur passionierter Jäger, sondern bewirtschaftete als Winzer eigene Rebflächen. Familientradition. Otto Hahn, der Winzer! Weinbauer wäre zu artig, denn der in seinem Wesen schwäbische "Radikale", der gerne den Dingen an die Wurzel ging, würde bei seinen Reben – mit Trollinger, Traminer, Spätburgunder trocken, vom Canstatter Berg, Abfüllung Fritz Hahn, 1,5 Liter-Einheit und Muskateller – mit größter schwäbischer Inbrunst sagen: "Kenner trinken Württemberger!" Compliance hin oder her! Er ließ einen Jahr um Jahr zu Weihnachten großzügigst daran teilhaben. Das Fundament zum Wein legte er gleich mit hohen Gaben aus seiner Jagd bei. Und, Jahr um Jahr eine eigens für die Hahn-Gruppe von einem namhaften Künstler gestaltete Weihnachtskarte. Ich durfte diese – für Otto Hahn selbstredend – als Aufhänger für die jährliche Weihnachtsansprache im AUTOHAUS abdrucken. Daraus ist inzwischen eine beeindruckende Serie entstanden.

Wir wollten uns zuletzt in Iphofen, der unterfränkischen Weinhochburg, treffen, um dem Wein als ältester, kultiviertester Droge der Menschheit in Maßen zu huldigen. Ich höre Otto Hahn beim Weine sagen: "Das ist ein Wein von spiritueller Eleganz. Er hat eine ölige Breite, die die Zunge im Maul erschlaffen lässt. Ein Wein mit Bodegfährtle, also Bodengeschmack." Näherten wir uns einer Trockenbeerenauslese aus seinem "Wengerten" (Weinberg), hundertzweiundsechzig Öchslegrade, geriet er  ins Transzendentale: "Diese Auslese ist ein Geflecht von besonderem schwäbischen Glorienschein." Schwäbischer Glorienschein!  Ich erinnere mich, als er mir auf dem Weg in die Firmenzentrale nach Fellbach am Neckarufer zeigte, wo Gottlieb  Daimler das erste Auto auf der Straße von Cannstatt nach Untertürkheim testete.

Aber nicht nur das über die ganze Welt verbreitete Verkehrschaos hat seine Wurzeln am Neckar. Als zum 60. Geburtstag von Otto Hahn der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel, dem Feldmarschall sein "Kloiner", die Festrede hielt und feststellte, dass die Teilung in eine sozialistische und kapitalistische Welt in Stuttgart am Neckar ihren Ursprung hatte, traf uns das im Schatten des Sterns (Daimler!!) wie ein Blitz.  Hegel ist Stuttgarter! Wie Hölderlin, Mörike, Hesse, Brecht und Einstein Schwaben sind. Und ohne Hegels Philosophie kein dialektischer Materialismus, kein Marx, kein Lenin, kein Stalin, kein Mao. Deutschland, deine Schwaben!

Ich hadere immer wieder, wenn Menschen wie Otto Hahn, die in sich personifizierte Güte und Liebenswertigkeit verkörpern, persönlich in ihrem Schicksal so tief getroffen werden. Gerecht ist das nicht! Otto Hahn würde liebenswert anmerken: "Aber der Mensch lebt weiter, und er entscheidet wie. Ich sage, trotz allem heiter!" Auch darin ist er uns ein Vorbild. Als er mir bei einem Telefongespräch im Januar erzählte, dass er 80 Prozent seiner Zeit im Jahre 2009 im Krankenhaus zubrachte, empfand ich innerlich einen tiefen Riss. Aber bitte, aus seinem Munde war kein Wort der Klage oder gar des Jammerns zu vernehmen. Er hat seine gesundheitlichen "Einschläge" in einer Art getragen, die nur einer mit großem Herzen und viel Geduld zu stehen vermag.

Lassen sie mich bitte als Zeitzeuge einen weiteren Wesenszug des Phänomens Otto Hahn aufzeigen. Es ist dessen geistvoll-schwäbischer Humor. Ob Otto Hahn in unnachahmlicher Form die Verleihung des ZDK-Preises an den besten Automobilwirtschaftsstudenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen vornahm, oder auch die Besten an der BFC zu Calw auszeichnete, er tat dies stets mit besonderen Pointen. Man wartete schon förmlich wieder darauf, was jetzt wohl kommt. Eine Kostprobe, Otto Hahn im Original: "Vertraue Allah, aber binde dein Kamel an!" Für Otto Hahn war Humor keine Sünde, sondern Tugend. Otto Hahn: "Bubä, ihr müsst mehr Lachä!" Der Humor hilft dazu, nicht nur die Dinge, sondern auch sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Denn Humor ist Distanz zu sich selbst. Otto Hahns Empfehlung: "Darum lasst uns den Blick für Seltsames und Komisches ausbilden. Wir werden dadurch menschlicher. Und das zu werden, sollte eigentlich das Ziel jeder Bildung sein." 

Immer wieder fragte ich mich bei ihm, wie er seine menschliche Güte und Liebenswürdigkeit im Alltag umsetzt. Für ihn war sicher das Phänomen Menschlichkeit, Güte, Gelassenheit hier und Härte dort ein Dauerkonflikt. Um anderen nicht weh zu tun, ging er immer wieder seine eigenen Wege. Es ist leicht gesagt und geschrieben, dass eine bittere Wahrheit weniger Schaden anrichtet als eine barmherzige Lüge. Genau das wussten manche – auch Vertreter im Premiumsegment – bei ihm zu ihren Gunsten einseitig zu nutzen. Ich könnte wieder anmerken, er habe sich gegen alle Eventualitäten des Lebens mit Humor gewappnet. Nun ja! Otto Hahn führt uns abermals menschlich noch auf eine ganz andere Ebene.

Sie erlauben mir bitte eine weitere, sehr persönliche Darstellung. Im Frühjahr 1999 trafen wir uns an einem Freitag nach meiner Vorlesung in Geislingen im Mövenpick am Stuttgarter Flughafen. Ich hatte offensichtlich mal wieder meine Grenzen verbandspolitischer Anmerkungen überzogen und nicht alles bedacht. Otto Hahn war in seinem ganzen Wesen das, was man im Schwabenland mit Reinhold Maier verbindet, ein Liberaler. Flechten wir den Kranz via Theodor Heuss, bis zu Ralf Dahrendorf oder Waldemar Besson, die bei der Gründung der Universität Konstanz  mit gelebtem Liberalismus besondere Zeichen setzten. Wahre Liberale sind Brückenbauer. Otto Hahn gehörte dazu. Ich bestehe darauf. Ich kam also an unseren vereinbarten Ort und traf einen Mann mit Tränen in den Augen an. Otto Hahn kam direkt aus dem Krankenhaus. Die Ärzte hatten ihm mitgeteilt, dass seine über alles geliebte Frau Evelin höchstens noch sechs Monate zu leben habe. Er möge sich darüber Gedanken machen, wie er die letzten Monate mit seiner Frau zu leben gedenke. Wir haben die folgenden drei Stunden manches Viertele geschluckt und kamen zu einer wichtigen gemeinsamen Feststellung, die in mir bis heute innerlich tief verankert ist: Das Wichtigste im Leben ist, wie du deine Beziehungen gelebt hast. Zu deinen Kindern, deiner Partnerin, deinen Eltern, deinen Geschwistern, deinen Freunden, am Arbeitsplatz usw. Er hat wirklich seine Frau verloren. Dieser mächtige Schatten sollte seine Seele arg belegen.   

Otto Hahn wurde aus gutem Grunde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande „geadelt“. Ebenso trug er die höchste Auszeichnung des ZDK, die Goldene Ehrennadel. Und dennoch würde uns Otto "der Große" zurufen: "Perfekt war ich nie – eher imperfekt!" Dank und Respekt an einen großen Zeitgenossen. Otto Hahn, wir danken Ihnen für die vielen Facetten, die Sie uns allen geschenkt, ja zur Bleibe vermacht haben. Glaube an deinen Glauben et respice finem!

14. Mai – Freitag

Toyota-Partnertagung. Die AHZ, ein Tochterunternehmer der Emil Frey-Gruppe Deutschland, veranstaltete für seine Partnerhändler in Bad Herrenalb ein Partnertreffen. In AUTOHAUS 11 wird dazu ein separater Bericht erscheinen. Es geht mir an dieser Stelle darum deutlich zu machen, dass die A-/B-Händlerbeziehung alles andere als am Ende ist. Im Gegenteil! So der A-Händler seine Aufgaben professionell steuert, lässt sich gemeinsam ein großer Markt erfolgreich und für alle renditestark bearbeiten.

Die Tagung, die von neun Uhr bis 17 Uhr dauerte, hatte noch ein ganz anderes Markenzeichen. Es sprach Toshiaki Yasuda, der Toyota-Präsident Deutschland. Er ist seit Januar im Amt. Mr. Yasuda arbeitet seit 1983 im Toyota-Konzern und wurde 1990 von Toyota nach Freiburg geschickt, um die deutsche Sprache und die deutsche Kultur zu studieren. Yasuda sprach deutsch und begrüßte die Teilnehmer mit einem herzhaften „Grüß Gott“. Der Präsident ging offen auf die Toyota-Qualitätsoffensive ein und setzte einen Neustart, um das verlorene Vertrauen bei den Kunden zurück zu gewinnen. Bitte, er verabschiedete sich nicht nach seiner Rede, wie man dies üblicherweise kennt, sondern blieb bis kurz vor Ende der Veranstaltung, also bis 16 Uhr 30 bei den Händlern. Da sah man die ganze Zeit bei ihm in der ersten Reihe kein Gefummel mit Handy, E-Mails etc.; nein, er hörte aufmerksam zu. Seit Januar hat er bereits 40 Händlerbetriebe persönlich besucht. Yasuda: "Ich will jeden Betrieb persönlich besuchen." In den Pausen ließ er sich von Andreas Dobbert, AHZ-Geschäftsführer, die einzelnen Partnerhändler vorstellen. Das war sichtbar gelebte Händlerwertschätzung! Sie ist ihm ein Anliegen. Ohne Frage, Mr. Yasuda wird für Toyota in Deutschland sichtbare Zeichen setzen und sich über die englische Sprache nichts mehr vormachen lassen müssen.

Spruch der Woche:
"Humor ist Lebenskunst" (Otto Hahn)

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS

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KOMMENTARE


Mike mueller

14.05.2010 - 19:08 Uhr

Bewegende Worte Kompliment!!


Herbert Seeger

15.05.2010 - 08:10 Uhr

Vielen Dank, sehr geehrter Herr Professor Brachat, für den Nachruf an Herrn Otto Hahn. Sie haben damit vielen Lesern die Herrn Hahn kannten aus dem Herzen gesprochen. Als ehemaliger Mitarbeiter verneige ich mich an dieser Stelle mit tiefen Respekt vor dem Unternehmer und dem Menschen Otto Hahn. Unvergesslich, mit welcher menschlichen Wertschätzung und herzlicher Wärme Herr Hahn seinen Mitarbeitern begegnete. Der alte Wahlspruch: "I bin gern stolz auf meine Leut" hatte in der Hahn Gruppe Tradition. Der Familie gilt mein tiefes Mitgefühl zu diesem großen Verlust.


Klaus Häberle

15.05.2010 - 12:06 Uhr

Mein lieber Hannes Brachat, ich danke Dir für diesen Nachruf den Duch auch meinem Freund Otto Hahn gewidmest hast. Ick kann dem nichts mehr hinzufügen. Auch ich bin sehr betroffen über den Tod dieses großartigen Menschen. Bedingt durch meinen urschwäbischen Namen, pflegte er immer zu mir zu sagen " komm mein Freund wir nehemen ein schwäbisches Drei Gänge Menü ( ein Rostbraten und zwei Viertele) so war er.


Jochen Lauenstein

15.05.2010 - 13:36 Uhr

Es wäre wünschenswert und auch seriör, wenn Herr Brachat in seinem Kommentar darauf hinweist, dass er hier fast wörtlich einen Artikel aus der "Zeit" Ausgabe vom 12. Mai 2010 zitiert. Es ist zwar praktisch, dann muss man nicht so viel recherchieren, baer gerade als Professor sollte man wissen, das Quellenangaben schon allein der Fairness halber genannt werden sollten.


Fordhändler

18.05.2010 - 12:31 Uhr

tapfer die apokalyptischen Ford-schafft-es-nicht-Parole beschreiben, macht die einseitige Betrachtung nicht universeller. Die Restwertproblematik ist zu 50 % auch ein unternehmerisches Versagen der Händler. Sie sind der Prognose gefolgt ohne vorhandene alternativen zu prüfen. Das Rücknahmeverpflichtungen nur zu einer Abschlußbedingung gemacht werden, wenn der Neuwagenverkauf als alleiniges Ziel betrachtet wird, ist doch dem Handel immer bewußt gewesen. Freie Leasinggesellschaften, mit Selbstverwertung gab es auch schon immer. Ganze Flottenbestände mit Rücknahmevereinbarung zu verleasen ist auch schon 2007 (Rücknahme 2010) ein beachtliches Risiko gewesen. Das Mitleid für diese "Flottenhändler" kann sich in Grenzen halten. Die Ausschreibungen wurden damals mit dem Hoffnungsprinzip gewonnen, dass die Restwerte schon passen werden. Erträge beim Neuwagen waren nicht kalkuliert. JVZ-Erreichung, Volumenbonus und Prestige waren die Triebkräfte für diese Geschäfte. Übrigens kann mann sich auch gegen solche Risiken ab(ver)sichern. Jedoch würde dann der Auftrag schon im Angebot stecken bleiben. Vielleicht sollen Sie eher auf vernünftige Kalkulationen hinwirken als populistische die Meinung der Meinungmacher zu kopieren. Händler die 2000 oder mehr Einheiten verkaufen und dabei jährlich 800 Leasingrücknahmen in Kauf nehmen, werden natürlich hofiert. Die Bilanzen der von Ihnen vorgestellten größten Händler braucht mann sich nur kurz an zusehen und erkennt, dass hier mit entsprechendem Risiko gearbeitet wurde. Der Nichtanwendungserlaß des BMF zur Bilanzierung von Rücknahmeverpflichtungen als Verbindlichkeiten spielt dieser Praxis natürlich in die Karten. Die Flottenkunden fahren zu irrwitzigen Konditionen schwer verkäufliche Kutschen und jeder sucht jetzt den Fehler beim anderen. Liebe Händler überlegt euch ob jede Auslieferung eines Neuwagens wirklich ein Geschäft in eigentlichen Sinne ist oder eher ein Geschenk an die Hersteller und den Kunden. Sauber Kalkuliert und vernünftige Risikobetrachtung sind besser als "Spekulationsblasen".


Karl Schuler

18.05.2010 - 16:02 Uhr

Autofahren kostet Geld! Den Kunden, die das nicht wissen oder nicht hinsehen wollen, muss diese einfache Botschaft klar verdeutlicht werden. "Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben!", hätte meine Großmutter gesagt. Der vorherige Kommentator hat die Herausforderungen eines selbständig denkenden und handelnden Automobilunternehmers exakt beschrieben. Seine Worte gelten ausnahmslos für alle Marken und alle Händler...


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