Gleich zwei 40-jährige Jubiläen feiern Automobilwerke in Deutschland mit einem Tag der offenen Tür. In Saarlouis lädt Ford am 12. Juni seine 6.500 Mitarbeiter und deren Angehörige in die Produktionsstätte ein. Dort wurden in vier Jahrzehnten fast zwölf Millionen Fahrzeuge gebaut. Am 16. Januar 1970 rollte in der Stadt an der Saar der erste Ford Escort vom Band. Produziert wurde dort u.a. auch der Capri.
Das zweite 40-jährige Jubiläum feiert VW im Werk Salzgitter. Dort wird der Jubeltag am 20. Juni ebenfalls mit einem Tag der offenen Tür sowie einem großen Familienfest inklusive Verlosung begangen. Ursprünglich als Produktionsstätte für den K 70 errichtet, entwickelte sich der Standort zum Motorenleitwerk des Konzerns und zu einer der weltweit größten Motorenfabriken überhaupt. Hier werden täglich rund 7.000 Otto- und Dieselmotoren in über 370 Varianten gefertigt. Die Aggregate kommen u.a. im VW Golf, Touran oder Passat zum Einsatz sowie in Fahrzeugen der Schwestermarken Audi, VW Nutzfahrzeuge, Seat und Skoda.
Drei Millionen Fahrzeuge von Toyota sind in Großbritannien bislang vom Band gerollt. Das erste dort gebaute Auto war ein Carina E, der im Jahr 1992 die Produktionshallen verlassen hat. Heute werden die Modelle Auris und Avensis in Burnaston gebaut. Verschiedene Benzinmotoren werden in Deeside gefertigt.
Daimler reagiert auf die steigende Nachfrage nach Lastwagen in Brasilien und baut künftig dort sein Erfolgsmodell Actros. Am Standort Juiz de Fora wird von 2011 an auch der leichte Lastwagen Accelo produziert. Brasilien ist derzeit für den Stuttgarter Autokonzern Daimler der wichtigste Absatzmarkt für Lkw vor Deutschland, der Türkei und Frankreich. In den ersten fünf Monaten des Jahres verkaufte der Autobauer 45.174 Einheiten, davon allein 18.047 in Brasilien. Dort ist die Nachfrage nach schweren Lkw in diesem Zeitraum gegenüber 2009 um 95 Prozent gestiegen. Bei leichten Lkw betrug das Wachstum rund 45 Prozent. (mid/kosi/sta/dpa)