Alternative Antriebe, Digitalisierung und automatisiertes Fahren: Der Wandel in der Autoindustrie vollzieht sich in rasantem Tempo. Um im knallharten Wettbewerb mit der Konkurrenz auch in Zukunft zu bestehen, müssen neue Strategien aus der Schublade gezogen werden. Mitsubishi setzt auf einen Dreijahres-Plan, den die Japaner jetzt im Vorfeld der Tokyo Motor Show vorgestellt haben.
Die Ziele klingen sehr ambitioniert. So sollen etwa Verkauf und Umsatz in diesem Zeitraum um 30 Prozent steigen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 (Ende März 2020) plant Mitsubishi einen Absatz von 1,3 Millionen Fahrzeuge und die Erlöse 2,5 Billionen Yen pro Jahr. Gleichzeitig soll sich die operative Gewinnmarge auf mindestens sechs Prozent "oder mehr" erhöhen. Zum Vergleich: Im vergangenen Fiskaljahr lag dieser Wert bei lediglich 0,3 Prozent.
Damit diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden, will das Unternehmen im besagten Zeitraum mehr als 600 Milliarden Yen zusätzlich in Forschung und Entwicklung investieren. Weitere Bausteine der "Drive for Growth"-Strategie sind eine Expansion in den Marktregionen ASEAN, USA und China sowie eine "beschleunigte Produkterneuerung". Letztere beinhaltet nach Angaben des Herstellers die Markteinführung gleich sechs neuer Modelle einschließlich des SUV Eclipse Cross.
Höchste Priorität habe die Wiederherstellung des Vertrauens in das Unternehmen, der erfolgreiche Start neuer Modelle und eine schnelle finanzielle Erholung, erklärte Vorstandschef Osamu Masuko. Mitsubishi hatte zuletzt mit einem Skandal um manipulierte Spritverbrauchtests Negativ-Schlagzeilen gesorgt (wir berichteten). Stark profitieren will der Hersteller letztlich auch von der Allianz mit Renault und Nissan. Synergien bei Entwicklung und Einkauf sollen innerhalb des Zeitraums über 100 Milliarden Yen bringen, so Masuko. (mid/rlo/rp)