Im Oktober 2012 haben deutlich mehr Kfz-Werkstätten mit Finanzproblemen gekämpft als im Vorjahresmonat. Das meldet aktuell das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Demnach traten im Berichtsmonat 35 Betriebe aus dem Bereich "Instandhaltung und Reparatur für Kraftwagen" den Gang zum Insolvenzgericht an. Das waren fast doppelt so viele wie im Oktober 2011 (94,4 Prozent). Die Lage im Kfz-Handel entspannte sich dagegen weiter: Hier sank die Zahl der Pleiten um 15,2 Prozent auf 28 im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Insgesamt meldeten die deutschen Amtsgerichte für das Kfz-Gewerbe 79 Insolvenzfälle im vergangenen Oktober – ein Anstieg um ein Viertel (plus 25,4 Prozent). Davon betroffen waren 385 Beschäftigte. Die voraussichtlichen offen Forderungen wurden auf knapp 25 Millionen Euro beziffert.
Kumuliert bleibt die Pleitenbilanz aber noch positiv: Von Januar bis Oktober 2012 gingen laut den Statistikern 531 Kfz-Unternehmen mit 2.389 Mitarbeitern in die Knie (minus 4,1 Prozent). Fast 234 Millionen Euro standen im Feuer. Wie im Einzelmonat Oktober entwickelte sich der Kfz-Handel auch im Jahresverlauf besser (300 Insolvenzverfahren, minus 17,6 Prozent) als die Instandhaltungs- und Reparaturbetriebe, die 293 Anträge stellten und damit 8,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
In der deutschen Wirtschaft standen im vergangenen Oktober 2.405 Unternehmen vor dem Aus (plus 1,8 Prozent). Per Oktober waren 24.208 Firmen zahlungsunfähig, vier Prozent weniger im Vergleich zu 2011. (rp)