Tag zwei der diesjährigen AUTOHAUS SommerAkademie startete am Freitag mit einem Dauerbrenner: Wie man an Personal kommt und seine Fachkräfte hält, war Gegenstand der Vorträge von Claus Reutter (Geschäftsführer sopea) und Carina Wegener (Geschäftsführerin Autohaus Wegener Berlin).
Reutter lieferte den "theoretischen Spirit" für die großen Themen des Personalmanagements: Entwicklung, Analyse, Management und Unternehmenskultur. "Daran scheitern die Hälfte aller Personalentscheidungen", erklärte der Experte – und stellte einen Bauchladen an Maßnahmen vor, ein motiviertes, starkes Team zu formen.
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Ansetzen könne man an vielen Stellen, von der eigenen Website über Vergütungsmodelle bis hin zur Fluktuationsanalyse, sagte er. Das Aufbrechen alter Strukturen, eine "wirklich wertschätzende Mitarbeiterführung" sowie eine konsequente Analyse der Fluktuationsquote seien weitere Maßnahmen, mit dem sich das Personalmanagement verbessern lasse.
AUTOHAUS SommerAkademie 2024 - Tag 2
BildergalerieMit der ein oder anderen Anekdote aus der Praxis würzte Autohändlerin Carina Wegener ihren Vortrag, bei dem sie gleich zu Beginn klarstellte: "Wer auf dem Fahrersitz sitzt, muss wissen, was er tut." Dabei seien es oftmals die kleinen Gesten, die einen Unterschied machen. Anerkennung und authentische Kommunikation würden ihren Teil dazu beitrage.
Glasklare Strategie
Dass es am Ende des Tages um Menschen und eben nicht nur um Zahlen geht, davon ist auch Peter Schäfer, Geschäftsführer von KreuterMedeleSchäfer, überzeugt. Diese Erfahrung habe er bei einer Fusion ebenso gemacht wie mit Banken. Mit einer glasklaren Strategie, einen genauen Blick auf den eigenen Bestand und der Motivation, "die Extrameile zu gehen", sei sein Unternehmen bestens aufgestellt.
Gutes Geld lasse sich auch mit Suzuki verdienen, betonte Daniel Schnell, Deputy Managing Director bei Suzuki Deutschland. Mit einer "ordentlichen Rendite" und dem klaren Bekenntnis, auch weiterhin auf den Handel zu setzen, sieht er den Importeur als "interessante Alternative zu den chinesischen Newcomern". Dabei sei insbesondere das Segment der Kompaktwagen ein Pfund, mit dem man in Zukunft wuchern könne, so Schnell.
AUTOHAUS SommerAkademie 2024 - Tag 1
BildergalerieAgenturgeschäft: Kaum mehr ein Aufreger
Den Abschluss der 33. AUTOHAUS SommerAkademie bildete ein Thema, das in den Jahren zuvor noch im Mittelpunkt stand, mittlerweile aber abgeflaut ist: das Agenturmodell. Mit Andreas Peter, Inhaber und Geschäftsführer der Autohaus Peter Gruppe, gab hierzu ein Referent Insights aus der Praxis mit Mercedes-Benz. Mit fixer Marge und fixen Preisen könne man arbeiten, so seine Einschätzung.
Dass die Preistransparenz und die wegfallende Möglichkeit der Preisverhandlung in der Praxis gut funktioniere, war dann auch eines der Ergebnisse der nachfolgenden Diskussionsrunden, an der sich neben Schäfer und Peter auch Oliver Bohn, Geschäftsführer des Autohauses Kuhn und Witte intensiv beteiligte.