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Freie Sicht auch bei Eis und Schnee zwingend: Ein Guckloch ist nicht genug

27.01.2025 10:17 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Im Interesse der Sicherheit sollten Autos im Winter immer komplett von Schnee und Eis befreit werden. Nur ein Guckloch freizulegen, reicht nicht aus.
© Foto: DEKRA

Wer keine Garage hat, muss sich an winterlichen Tagen vor dem Losfahren darauf einstellen, sein Auto von Eis und Schnee zu befreien. Trotz Stress und Zeitdruck am Morgen empfehlen die DEKRA Experten, dabei keine Kompromisse einzugehen – im Interesse der eigenen Sicherheit.

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"Wer an einem vereisten oder zugeschneiten Fahrzeug nur ein Guckloch auf der Frontscheibe freilegt, bringt sich und andere unnötig in Gefahr. Gute Sicht in alle Richtungen ist unerlässlich – erst recht, wenn die Straßenverhältnisse zusätzliche Risiken bergen“, warnt DEKRA Unfallforscher Luis Ancona. In Deutschland schreibt die Straßenverkehrsordnung explizit fest: Wer fährt, ist dafür verantwortlich, dass der Zustand des Fahrzeugs nicht die Sicht beeinträchtigt (StVO, §23, Abs. 1).

Die meisten Autobesitzer greifen zum handelsüblichen Eiskratzer mit Kunststoffkante, wenn es darum geht, zugefrorene Scheiben freizulegen. Vorsicht vor zu starkem Druck: "Das kann leicht zu Kratzern auf der Scheibe führen, die sich dann bei Nachtfahrten durch irritierende Lichtreflexe bemerkbar machen", so der DEKRA Experte. Umso mehr warnt er vor nicht geeigneten Alternativen: Kratzer mit Stahlkanten sollte man seinen Scheiben ebenso ersparen wie die scharfen Küchenschaber, etwa für Ceran-Kochfelder. Auch CD-Kunststoffhüllen oder Plastikkarten sind ungeeignet, da sie leicht brechen und ebenfalls Kratzer hinterlassen können.

Heißes Wasser ist keine Option

Keine Option sollte es sein, Autoscheiben mit heißem Wasser von Eis zu befreien. Bei dieser Brachialmethode kann der Temperaturschock leicht zu Rissen oder gar zum Platzen der Scheibe führen. Vergleichsweise unproblematisch, aber nur bedingt wirkungsvoll ist es, eine Wärmflasche 20 bis 30 Minuten vor Fahrtbeginn auf dem Armaturenbrett abzulegen. Die aufsteigende Wärme kann das Eis auf der Scheibe etwas anschmelzen, so dass es sich anschließend leichter beseitigen lässt.

Eine einfache und schnelle Methode, die Scheiben freizubekommen, bieten Enteiser-Flüssigkeiten auf Alkoholbasis. Sie tauen das Eis durch bloßes Aufsprühen auf. Am besten sollten Produkte mit Prüfsiegel verwendet werden, die nicht nur auf Enteisungswirkung, sondern auch auf Materialverträglichkeit getestet sind, sonst könnten zum Beispiel Gummidichtungen am Fahrzeug angegriffen werden. Eine Überlegung wert sind auch spezielle Heizlüfter – allerdings nur solche, die für den Betrieb in Fahrzeugen ausdrücklich freigegeben sind. Der Einbau einer Standheizung dürfte nur bei größerem Budget in Frage kommen.

Auch der Schnee muss runter

Auch Schnee muss – etwa mit einem Besen oder Handfeger – vom Auto entfernt werden, und zwar nicht nur von den Scheiben, sondern auch vom Dach, von der Motorhaube, von Kennzeichen und von lichttechnischen Einrichtungen. Ansonsten kann er vom Fahrtwind plötzlich gegen die Frontscheibe geblasen werden oder während der Fahrt verrutschen und für Blindflug sorgen. Vor allem auf Transportern und Lkw sammeln sich manchmal größere Mengen von Schnee oder ganze Eisplatten, die beim Herabfallen an anderen Fahrzeugen erhebliche Schäden anrichten und zu ernsthaften Unfallrisiken führen können.


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