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Sockelbeitrag von 200.000 Euro: IG Metall fordert hohe Abfindungen bei Ford

26.03.2025 15:53 Uhr
Ford; Ford-Logo; Ford-Werk Köln
Der Stecker klemmt, schlechte E-Verkäufe: Bei Ford in Köln droht der Verlust jeder vierten Arbeitsstelle, deswegen macht die Gewerkschaft IG Metall ernst.
© Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa

In dem Streit über den Stellenabbau bei Ford Deutschland hat die Gewerkschaft IG Metall hohe Abfindungen gefordert. Neben einer Grundsumme soll es weitere Aufschläge für die Betriebszugehörigkeit und Kinder geben.

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Die Forderung der IG Metall ist knackig. In Sozialtarifverhandlungen anlässlich des von Ford geplanten Abbau von 2.900 allein in Köln verlangt sie etwa bei Abfindungen für das Ausscheiden aus dem Unternehmen einen Sockelbeitrag von 200.000 Euro, berichtet u. a. die "Kölnische Rundschau" (KR) unter . Der Grundbeitrag könne sich auch noch steigern, etwa um ein Drittel des Bruttojahresentgelts für jedes Beschäftigungsjahr, 10.000 Euro für jedes Kind oder Zahlungen entsprechend dem Grad der Behinderungen, heißt es in einem Forderungspapier der IG Metall.

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Ein weiteres zentrales Element des Papiers ist die Forderung, dass die US-Mutter den deutschen Beschäftigten einen individuellen Insolvenzschutz geben soll. Die Ford Motor Company hatte unlängst eine sogenannte Patronatserklärung beendet und dadurch eine Art Insolvenzschutz für die Deutschlandtochter zurückgezogen.

Sicherheitsnetz für die Mitarbeitenden

Am Montag hatte die IG Metall laut KR die Forderung beschlossen, gestern wurden sie der Geschäftsleitung übermittelt, heute wurden die Mitarbeitenden im Ford-Werk in Niehl informiert. Den Anfang machte eine Versammlung von etwa 5.000 Mitarbeitenden in Niehl um 9.30 Uhr. Da sprachen IG Metall-Chefin Kerstin Klein, die auch die Sozialtarifverhandlungen führen wird, Betriebsratschef Benjamin Gruschka und Vertrauenskörperleiter David Lüdtke.

 "Wir wollen weiterhin dafür kämpfen, dass wir ein solides Zukunftskonzept zur Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze bekommen", sagte David Lüdtke. "Aber nun ist es von höchster Dringlichkeit, ein insolvenzgeschütztes finanzielles Sicherheitsnetz für alle zu verhandeln." Die Mitarbeitenden in Köln sind eigentlich durch eine Betriebsvereinbarung bis Ende 2032 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Dieser Schutz würde aber im Falle einer Insolvenz entfallen, so die Arbeitnehmervertreter.


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IG Metall gibt zu: "sehr hohe Forderungen"

IG Metall-Chefin Klein selbst nannte die Forderung für Köln extrem hoch. Sie sei auch kaum erreichbar. "Da wir aber keine Mitbestimmung in den wirtschaftlichen Entscheidungen des Unternehmens haben und nun vor der Aufgabe stehen, ein komplexes Gesamtpaket für alle unsere Mitglieder zu erreichen, ist das unser einziges Mittel, hier in Verhandlungen auf Augenhöhe zu kommen", zitiert die KR Klein.

Explorer und Capri verkaufen sich schlechter als geplant

Der Autobauer leidet massiv unter der Flaute der E-Mobilität und eigenen Fehlern. Ford will die Marke höher positionieren und setzt auf größere und teurere Autos, die auch noch amerikanischer in der Anmutung daherkommen sollen. Die neuen Kölner E-Autos Explorer und Capri auf Basis einer VW-Plattform verkaufen sich aber nicht so wie erhofft.

Bis Ende Dezember wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 2.426 Explorer in Deutschland neu zugelassen. Und vom Capri kamen 440 Wagen als Eigenzulassungen auf die Straßen. Seit dem Verkaufsstart im Januar wurden weitere 279 Capri und 799 Explorer neu auf die Straßen.


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KOMMENTARE


Wolfgang

28.03.2025 - 08:36 Uhr

Da bin ich leider doch zu früh mit dem damaligen Abfindungsprogramm nach Hauser gegangen.


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